KU Leuven startet öffentliche Ausschreibung für Diabetes-Materialien im Wert von 120 Millionen Euro

Gliederung

    KU Leuven startet öffentliche Ausschreibung – Rahmenvertrag über 120 Millionen Euro für Diabetes-Materialien

    Die öffentliche Ausschreibung finden Sie hier in Ihrem kostenlosen Konto: https://app.hermix.com/opportunities/00195001-2026

    Ein 48-monatiges Rahmenprogramm für automatische Insulinabgabesysteme und kontinuierliche Glukosemessung in den führenden Universitätskliniken Belgiens unterstreicht das Engagement der KU Leuven für eine fortschrittliche Diabetesversorgung für Tausende von Patienten.

    Die KU Leuven hat eine Rahmenvereinbarung über 120 Millionen Euro für die Lieferung von Diabetesmaterialien im Rahmen des nationalen Diabetesübereinkommens Belgiens veröffentlicht. Damit zählt diese Beschaffung zu den größten Ausschreibungen für medizinische Ausrüstung im belgischen Hochschul- und Gesundheitswesen im Jahr 2026.

    Der Rahmenvertrag sieht die Lieferung von automatischen Insulinabgabesystemen, Patch-Pumpen und Echtzeit-Glukosemesssensoren an vier Krankenhausverbünde in der Region Leuven vor: UZ Leuven (das führende Universitätsklinikum), AZ Diest, Heilig Hart Leuven und RZ Tienen. Allein das UZ Leuven betreut jährlich 595 neue Patienten mit Insulinpumpen und -sensoren. Diese Beschaffung wird sich daher über die vierjährige Vertragslaufzeit direkt auf die Diabetesbehandlung Tausender Patienten auswirken.

    Überblick über die Möglichkeiten

    Auftraggeber: KU Leuven
    Referenznummer: PPP0WC-644/6197/P8798 Artikel P8803
    Ausschreibungstitel: Leveren van diabetesmateriaal binnen de diabetesconventie (Bereitstellung von Diabetes-Materialien im Rahmen der Diabetes-Konvention)
    Arbeitsumfang:
    Das Rahmenwerk umfasst sechs verschiedene Lose, die das gesamte Spektrum der Diabetes-Technologie abdecken:

    • Automatische Insulinpumpensysteme mit Zubehör (Los 1)
    • Automatische Insulin-Patchpumpensysteme mit Zubehör (Los 2)
    • Echtzeit-Glukoseüberwachungssensoren für geschlossene Insulinsysteme mit Zubehör (Los 3)
    • Echtzeit-Glukoseüberwachungssensoren für konventionelle A-Patienten mit eigenständigen Systemen und Zubehör (Los 4)
    • Echtzeit-Glukoseüberwachungssensoren für Patienten mit konventionellem Blutzucker, die eigenständige Systeme mit Zubehör verwenden (Los 5).
    • Echtzeit-Glukoseüberwachungssensoren für den Einsatz in eigenständigen Systemen mit Zubehör (Los 6)

    Alle Medizinprodukte müssen gemäß den geltenden Rechtsvorschriften eine CE-Kennzeichnung tragen und die Voraussetzungen für eine Kostenerstattung gemäß den Bestimmungen des RIZIV (Belgisches Nationales Institut für Kranken- und Behindertenversicherung) erfüllen.

    Grundstücksstruktur:

    • Los 1 (Automatische Insulinpumpensysteme): 8.991.396,20 €
    • Los 2 (Automatische Patch-Pumpensysteme): 8.504.362,24 €
    • Los 3 (Echtzeitsensoren für geschlossene Regelsysteme): 6.743.547,16 €
    • Los 4 (Echtzeitsensoren für konventionelle A-Standalone-Nutzung): 3.393.811,32 €
    • Los 5 (Echtzeitsensoren für den eigenständigen Einsatz gemäß Konvention B): 91.787.169,80 €
    • Los 6 (Echtzeitsensoren für autarke Systeme): 275.471,68 €

    Standort: Arr. Leuven, Belgien
    Geschätzter Gesamtwert: €119,695,758.40
    Vertragsdauer: 48 Monate
    Verfahrensart: Ausgehandelt unter vorheriger Veröffentlichung der Ausschreibung / wettbewerbsorientiert mit Verhandlung
    Vergabekriterien: Kosten und Qualität (genaue Gewichtung nicht offengelegt)
    Wichtige Termine:

    • Veröffentlichung: 20. März 2026
    • Einreichungsfrist: 21. April 2026 (32 Tage nach Veröffentlichung)

    Sprachliche Anforderungen: flämisch
    EU-Förderung: NEIN
    Finanzielle Garantie: Keine Kaution erforderlich
    Kontaktdaten:

    • E-Mail: leveranciers.aankoop@kuleuven.be
    • Telefon: +32 16328400

    Einreichungsportal: https://www.publicprocurement.be

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    Profil der Autorität: KU Leuven und das akademische medizinische Netzwerk Belgiens

    Die KU Leuven ist eine öffentlich-rechtliche Einrichtung mit dem Schwerpunkt Gesundheitswesen und betreibt eines der bedeutendsten Universitätsklinikumsnetzwerke Belgiens. Das UZ Leuven, das Flaggschiff des Netzwerks, zählt zu den führenden akademischen medizinischen Zentren Europas für die Behandlung von Diabetes und die endokrinologische Forschung.

    Der Beschaffungsbereich der Behörde erstreckt sich über vier verschiedene Krankenhäuser in der Region Leuven und schafft so ein koordiniertes Einkaufsnetzwerk, das die therapeutische Freiheit der behandelnden Ärzte mit standardisierten Beschaffungsprozessen in Einklang bringt. Diese standortübergreifende Rahmenstruktur spiegelt die moderne belgische Beschaffung im Gesundheitswesen wider, bei der akademische Krankenhausverbünde ihre kollektive Kaufkraft nutzen und gleichzeitig die klinische Autonomie und die individuellen Behandlungsbedürfnisse der Patienten respektieren.

    Gesamte Beschaffungstätigkeit:

    • Gesamtauftragsvergabe: 2.800 Verträge im Wert von 1,3 Milliarden Euro
    • Aktive Ausschreibungspipeline: 22 offene Ausschreibungen im Wert von 21 Millionen Euro
    • Erneuerungsprognose: 1.000 potenzielle Vertragsverlängerungen im Wert von 1,3 Milliarden Euro

    Beschaffung von medizinischen Geräten und Verbrauchsmaterialien:

    Ähnliche Auftragsvergaben: 285 Verträge mit einem Gesamtvolumen von 81 Millionen Euro
    Ähnliche Verlängerungen: 200 anstehende Vertragsverlängerungen im Wert von 217 Millionen Euro
    Andere Käufer mit ähnlichen Projekten: 1.700 Behörden, die ein damit verbundenes Beschaffungsvolumen von 2 Milliarden Euro repräsentieren.

    Die Beschaffungshistorie der KU Leuven zeugt von einem ausgereiften Management der medizinischen Lieferkette mit signifikanten, wiederkehrenden Vertragszyklen. Die Vertragsverlängerungspipeline im Wert von 1,3 Milliarden Euro belegt systematische Vertragserneuerungspraktiken, während die 285 bisherigen Aufträge für vergleichbare Medizinprodukte umfassende Erfahrung in der Beschaffung von Technologien zur Diabetesversorgung und verwandten Medizinprodukten demonstrieren.

    Die Behörde agiert im stark regulierten belgischen Beschaffungsumfeld des Gesundheitswesens, wo die Anspruchsberechtigung auf RIZIV-Erstattung die Kaufentscheidungen bestimmt und die Grundsätze der therapeutischen Freiheit sicherstellen, dass Ärzte die für die individuellen Bedürfnisse ihrer Patienten geeigneten Technologien auswählen können.

    Wettbewerbsumfeld: Pharma- und Medizinproduktehersteller dominieren

    Historische Auftragsvergaben für ähnliche medizinische Geräte und pharmazeutische Produkte zeigen einen konzentrierten Markt, der von multinationalen Gesundheitskonzernen und spezialisierten Herstellern medizinischer Geräte dominiert wird.

    Gewinner ähnlicher Aufträge (nach Gesamtauftragswert geordnet):

    • VIATRIS – 5,9 Mio. € verteilt auf 13 Verträge (durchschnittlich 457.000 €)
    • BAXTER BELGIEN – 4,6 Mio. € verteilt auf 14 Verträge (durchschnittlich 328.000 €)
    • GENERAL ELECTRIC – 5,2 Mio. € verteilt auf 8 Verträge (durchschnittlich 739.000 €)
    • ESSITY – 1,9 Mio. € verteilt auf 13 Verträge (durchschnittlich 148.000 €)
    • MEDTRONIC – 1,8 Mio. € verteilt auf 4 Verträge (durchschnittlich 442.000 €)
    • SCHMIEGEN – 858.000 € verteilt auf 12 Verträge (durchschnittlich 72.000 €)
    • SANDOZ – 832.000 € verteilt auf 4 Verträge (durchschnittlich 208.000 €)
    • FRESENIUS – 676.000 € verteilt auf 11 Verträge (durchschnittlich 61.000 €)
    • DANONE – 550.000 € verteilt auf 13 Verträge (durchschnittlich 42.000 €)
    • KU Leuven – 8 Verträge (Wert nicht offengelegt)

    Hinweis: Die Daten beschränken sich auf 10 Ergebnisse; die vollständige Auftragnehmerliste kann weitere Lieferanten enthalten.

    Wichtigste Wettbewerbsmuster:

    MarktkonzentrationDie drei größten Auftragnehmer (Viatris, Baxter Belgium und General Electric) verzeichnen zusammen ein Auftragsvolumen von 15,7 Mio. €, was einen bedeutenden Marktanteil im Bereich der Medizintechnikbeschaffung der KU Leuven darstellt. Die Präsenz von über zehn aktiven Anbietern deutet jedoch auf einen durchaus wettbewerbsintensiven Markt hin, in dem kein einzelner Anbieter den Markt vollständig dominiert.

    Wiederholungssieger gegen Spezialisten: Viatris, Baxter Belgium, Essity, Danone, Nestlé und Fresenius weisen eine hohe Vertragshäufigkeit auf (jeweils 11–14 Verträge), was auf Rahmenvereinbarungen oder Standardverträge für Verbrauchsmaterialien und den laufenden Bedarf hindeutet. General Electric und Medtronic hingegen weisen eine geringere Vertragshäufigkeit, aber höhere Durchschnittswerte auf (739.000 € bzw. 442.000 €), was auf typische Beschaffungsmuster für medizinische Bildgebungs-, Überwachungs- oder Therapiegeräte schließen lässt.

    Spezialisten für medizinische Geräte: Die Präsenz von Medtronic mit vier Aufträgen im Wert von durchschnittlich 442.000 € ist besonders relevant, da Medtronic Insulinpumpensysteme und Technologien zur kontinuierlichen Glukosemessung herstellt, die direkt mit dem Umfang dieser Ausschreibung übereinstimmen. Dies unterstreicht die etablierte Geschäftsbeziehung des Auftragnehmers mit der KU Leuven im Bereich der Beschaffung von Diabetes-Technologien.

    Geografische Muster: Die Liste der Auftragnehmer umfasst multinationale Konzerne mit Hauptsitz in den USA (General Electric, Baxter, Medtronic), europäische Pharmaunternehmen (Viatris, Sandoz) und spezialisierte Anbieter von Medizinprodukten und Ernährungsprodukten (Essity, Nestlé, Danone, Fresenius). Die belgische Vertretung erfolgt über Baxter Belgium, was auf lokale Tochtergesellschaften internationaler Konzerne und nicht auf einheimische belgische Medizinproduktehersteller hindeutet.

    Die insgesamt 81 Millionen Euro an vergleichbaren Aufträgen, verteilt auf 285 Einzelverträge, ergeben einen durchschnittlichen Auftragswert von 284.000 Euro, der deutlich unter dem Gesamtwert dieses Rahmenvertrags von 120 Millionen Euro liegt. Damit stellt der aktuelle Rahmenvertrag für Diabetesmaterialien eine außergewöhnliche Beschaffung dar, sowohl hinsichtlich des absoluten Wertes als auch der strategischen Bedeutung für den Einsatz von Technologien zur Diabetesversorgung im gesamten Krankenhausnetzwerk der KU Leuven.

    Kommerzielle und verfahrenstechnische Signale

    Vergabekriterien: Die Ausschreibung bewertet Angebote anhand von Kosten und Qualität, wobei die genaue Gewichtung nicht offengelegt wird. Für Medizinprodukte, die eine CE-Zertifizierung und die Erstattungsfähigkeit gemäß RIZIV erfordern, umfassen die Qualitätsfaktoren typischerweise klinische Wirksamkeitsnachweise, Anwenderfreundlichkeit, Integration in bestehende Krankenhaussysteme, Schulungs- und Supportleistungen sowie die Zuverlässigkeit der Lieferkette. Die Kostenbewertung berücksichtigt voraussichtlich den Stückpreis im Verhältnis zu den Gesamtbetriebskosten einschließlich Zubehör, Verbrauchsmaterialien, Patientenschulung und technischem Support.

    Auswirkungen der Verfahrensart: Das Verhandlungsverfahren mit vorheriger Veröffentlichung ermöglicht es der KU Leuven, nach der ersten Angebotsabgabe mit den Bietern in Dialog zu treten und so die technischen Spezifikationen zu präzisieren, die Angleichung an das RIZIV-Erstattungsprogramm zu klären und die kommerziellen Bedingungen auszuhandeln. Dieses Verfahren eignet sich für die Beschaffung komplexer Medizintechnik, bei der die Anforderungen an die therapeutische Freiheit, patientenspezifische Bedürfnisse und die Einhaltung regulatorischer Vorgaben eine Flexibilität erfordern, die über eine starre Spezifikations- und Preisbewertung hinausgeht.

    Sprachliche Einschränkungen: Die Anforderung an die flämische Sprache beschränkt die Teilnahme auf Anbieter mit niederländischsprachigen Vertriebs- und technischen Supportkapazitäten. Während multinationale Medizinproduktehersteller in der Regel mehrsprachig agieren, können kleinere spezialisierte Anbieter ohne Präsenz im Benelux-Markt auf Hürden stoßen. Diese Anforderung gewährleistet, dass Patienteninformationsmaterialien, klinische Schulungen und technische Dokumentationen auf die flämischsprachige Patientenpopulation dieser Krankenhäuser abgestimmt sind.

    Grundstücksstruktur und Strategie: Die Struktur mit sechs Losen ermöglicht spezialisierte Ausschreibungen auf Basis von Technologiekategorien und Patientenklassifizierungen. Anbieter können auf einzelne Lose bieten, die ihrem Produktportfolio entsprechen, anstatt ein umfassendes Angebot an Diabetes-Technologien vorweisen zu müssen. Die Vergabestelle behält sich ausdrücklich das Recht vor, mehrere Anbieter pro Los zu beauftragen, um die therapeutische Freiheit zu wahren und Patientenpräferenzen zu berücksichtigen. Dadurch werden exklusive Liefervereinbarungen vermieden und ein portfoliobasierter Wettbewerb geschaffen.

    Los 5 (Echtzeitsensoren für die eigenständige Anwendung gemäß Konvention B) dominiert mit einem Auftragswert von 91,8 Millionen Euro und einem Anteil von 771 TP3T am Gesamtauftragswert. Diese hohe Konzentration verdeutlicht, dass die Mehrheit der Diabetespatienten an den Einrichtungen der KU Leuven die kontinuierliche Glukosemessung in eigenständigen Konfigurationen gemäß den Kriterien der Konvention B nutzt und nicht integrierte, geschlossene Insulinabgabesysteme. Bieter mit einem starken Portfolio an Sensortechnologien für Patienten der Konvention B werden um das wertvollste Segment des Rahmenvertrags konkurrieren.

    Vertragsdauer: Der 48-monatige Rahmen gewährleistet Stabilität bei den Lieferanten und eine kontinuierliche Patientenversorgung und ermöglicht gleichzeitig Technologieerneuerungszyklen, die mit den Innovationszyklen medizinischer Geräte abgestimmt sind. Vierjährige Verträge schaffen ein Gleichgewicht zwischen administrativer Effizienz und der Notwendigkeit, neue Diabetes-Technologien zu integrieren, sobald diese die CE-Kennzeichnung und die RIZIV-Erstattungszulassung erhalten.

    Abhängigkeit von der RIZIV-Erstattung: Die Ausschreibung sieht ausdrücklich vor, dass Änderungen der Erstattungsfähigkeit von RIZIV während der Rahmenvertragslaufzeit die Kündigung des Vertrags und die Einleitung neuer Mini-Wettbewerbsverfahren rechtfertigen. Diese Klausel schützt die KU Leuven vor finanziellen Risiken, falls Medizinprodukte ihren Erstattungsstatus verlieren, führt aber bei den Anbietern zu Unsicherheiten hinsichtlich der Umsatzstabilität. Bieter müssen die Entwicklungen in der belgischen Krankenversicherungspolitik aufmerksam verfolgen und proaktive RIZIV-Compliance-Programme durchführen, um die Vertragskontinuität zu gewährleisten.

    Innovationsreservierung: KU Leuven behält sich das Recht vor, 901 TP3T an primäre Rahmenvertragspartner zu vergeben und 101 TP3T für innovative Produkte, die während der Vertragslaufzeit entwickelt werden, freizuhalten. Diese Bestimmung ermöglicht es der Einrichtung, bahnbrechende Diabetes-Technologien ohne vollständige wettbewerbliche Neuvergabe einzuführen und so klinische Innovationen zu fördern, ohne die Rahmenvertragsstruktur zu beeinträchtigen.

    Einreichungszeitplan: Die 32-tägige Einreichungsfrist vom Veröffentlichungsdatum (20. März 2026) bis zum Abgabetermin (21. April 2026) bietet angesichts des vereinbarten Verfahrens ausreichend Zeit für die Angebotserstellung. Lieferanten müssen jedoch zügig die CE-Zertifizierungsdokumentation, die RIZIV-Erstattungsnachweise, Daten zur klinischen Leistungsfähigkeit, Schätzungen des Patientenaufkommens und kommerzielle Preismodelle für sechs verschiedene Chargen zusammenstellen.

    Keine finanzielle Garantie: Der Verzicht auf Sicherheitsleistungen senkt die administrativen Hürden für die Teilnahme und signalisiert das Vertrauen der KU Leuven, qualifizierte Medizinproduktehersteller ohne finanzielle Sicherheitsleistungen zu gewinnen. Dieses Vorgehen ist typisch für Rahmenverträge mit etablierten Pharma- und Medizintechnikunternehmen, deren Reputation und regulatorische Stellung implizite Sicherheit bieten.

    Strategische Muster bei der Beschaffung von Diabetesversorgungsleistungen in Belgien

    Der Materialrahmen für Diabetes der KU Leuven spiegelt breitere strukturelle Veränderungen in der europäischen Medizintechnikbeschaffung wider, bei der akademische medizinische Zentren die Einkäufe über angeschlossene Krankenhäuser hinweg konsolidieren, die RIZIV-Erstattungspolitik als Beschaffungsleitplanken nutzen und die Prinzipien der therapeutischen Freiheit mit der Standardisierung der Lieferkette in Einklang bringen.

    Mit einem Auftragswert von 120 Millionen Euro zählt dieser Rahmenvertrag zu den größten Einzelkategorien-Beschaffungen für Medizinprodukte in Belgien im Jahr 2026. Dies spiegelt die wachsende Zahl von Diabetespatienten und die zunehmende Verbreitung von Technologien zur kontinuierlichen Glukosemessung und automatisierten Insulinabgabe wider. Die Zuteilung von 91,8 Millionen Euro für eigenständige Sensoren der Konvention B in Los 5 zeigt, dass die Mehrheit der Diabetespatienten an den Einrichtungen der KU Leuven die Voraussetzungen für eine kontinuierliche Überwachung gemäß den umfassenderen Erstattungskriterien des RIZIV-Programms erfüllt und nicht die restriktiveren Kriterien für geschlossene Systeme.

    Medtronics langjährige Präsenz im Beschaffungswesen der KU Leuven mit einem Auftragsvolumen von 1,8 Millionen Euro in vier Verträgen mit einem Durchschnittsvolumen von 442.000 Euro deutet auf etablierte Lieferantenbeziehungen im Bereich Diabetes-Technologie hin. Die im Vergleich zu Pharmaunternehmen (Viatris, Baxter) relativ geringere Vertragshäufigkeit lässt jedoch auf Vereinbarungen schließen, die sich eher auf Geräte als auf Verbrauchsmaterialien konzentrieren. Die Wettbewerbsanalyse zeigt, dass kein einzelner Anbieter den Markt für Diabetesgeräte dominiert. Dies eröffnet sowohl etablierten Anbietern die Möglichkeit, Marktanteile auszubauen, als auch neuen Marktteilnehmern, Rahmenverträge zu etablieren.

    Die im Ausschreibungsvertrag festgelegte therapeutische Freiheit, die Vergabe an mehrere Anbieter und die Innovationsreservierung gemäß 10% unterstreichen die Strategie der KU Leuven, klinische Flexibilität zu wahren und gleichzeitig die Einkaufseffizienz zu steigern. Ärzte behalten die Möglichkeit, die jeweils geeigneten Technologien für ihre Patienten auszuwählen, während die Rahmenstruktur die Geschäftsbedingungen, die Lieferlogistik und die administrativen Prozesse an allen vier Krankenhausstandorten standardisiert.

    Hermix-Nutzer, die diese Ausschreibung analysieren, erhalten innerhalb von Minuten statt Stunden Zugriff auf Wettbewerbsinformationen zu Auftragnehmerprofilen, Ausgabenmustern und Verlängerungsprognosen. Das Auftragnehmerprofil der Plattform für die KU Leuven zeigt 285 ähnliche Verträge für Medizintechnik im Wert von 81 Millionen Euro und 200 anstehende Verlängerungen im Wert von 217 Millionen Euro. Dies liefert Kontextinformationen zu Beschaffungszyklen, bevorzugten Lieferanten und Vertragslaufzeiten und unterstützt so sowohl die Angebotsstrategie als auch die Kundenplanung für langfristige Partnerschaften mit Belgiens führendem akademischen medizinischen Netzwerk.

    Das Fehlen von EU-Fördermitteln vereinfacht die Einhaltung der Vorschriften, während der belgische RIZIV-Erstattungsrahmen einen faktischen Qualitäts- und Zulassungsfilter schafft, der die Teilnahme effektiv auf Hersteller mit etablierten europäischen Zulassungen und Anerkennung durch die Krankenversicherung beschränkt.

    Praktische Hinweise für Bieter

    Für wen diese Einladung geeignet ist:

    • Hersteller von Medizinprodukten mit CE-gekennzeichneten Insulinpumpensystemen, Patch-Pumpen oder Sensoren zur kontinuierlichen Glukosemessung, die derzeit in Belgien über eine RIZIV-Erstattungszulassung verfügen.
    • Anbieter mit flämischsprachigen klinischen Support-, Patientenaufklärungs- und technischen Dokumentationskapazitäten für niederländischsprachige Patientengruppen.
    • Unternehmen mit einem breiten Portfolio über mehrere Diabetes-Technologiekategorien hinweg, die Strategien für Mehrfachlosgebote ermöglichen, oder spezialisierte Hersteller, die auf bestimmte Lose abzielen, die auf die Stärken ihrer Produkte abgestimmt sind
    • Anbieter mit bestehenden Geschäftsbeziehungen oder Lieferverträgen mit belgischen akademischen medizinischen Zentren, die Erfahrung in der Unterstützung von Anforderungen an die therapeutische Freiheit und der Logistik von Krankenhausnetzwerken mit mehreren Standorten nachweisen können.

    Kritische Aufmerksamkeitspunkte:

    • RIZIV-Erstattungsnachweise: Stellen Sie die aktuelle RIZIV-Zulassungsdokumentation für alle vorgeschlagenen Geräte zusammen und beachten Sie, dass Änderungen des Erstattungsstatus während der Rahmenvertragslaufzeit zur Beendigung des Vertrags und zu neuen Mini-Ausschreibungen führen können.
    • CE-Kennzeichnungskonformität: Stellen Sie sicher, dass alle Geräte über eine gültige CE-Zertifizierung gemäß den geltenden belgischen und EU-Vorschriften für Medizinprodukte verfügen und die Dokumentation zur Einreichung bereitliegt.
    • Ausrichtung auf therapeutische Freiheit: Angesichts des erklärten Bekenntnisses der KU Leuven zur klinischen Autonomie sollten die Angebote so strukturiert werden, dass sie den Präferenzen der Ärzte und den individuellen Bedürfnissen der Patienten gerecht werden und nicht auf exklusiven Lieferverpflichtungen beruhen.
    • Strategie mit mehreren Losen: Ermitteln Sie die optimale Gebotsstrategie für sechs Lose auf Basis der Stärke des Produktportfolios, mit besonderem Fokus auf Los 5 (91,8 Mio. € für eigenständige Sensoren der Konvention B), das einen Rahmenwert von 771 TP3T repräsentiert.
    • Innovations-Roadmap: Überlegen Sie, wie die Innovationsreservierung 10% die Einführung neuer Technologien während der Vertragslaufzeit ermöglichen könnte, die eine CE-Kennzeichnung und eine RIZIV-Kostenerstattung während der 48-monatigen Rahmenlaufzeit erreichen.
    • Schätzungen des Patientenaufkommens: Entwicklung von Preismodellen auf Basis der offengelegten jährlichen Patientenzahlen: UZ Leuven (595 neue Patienten), AZ Diest (145 Patienten), Heilig Hart Leuven (64 Patienten), RZ Tienen (125 Patienten)
    • Einreichungsfrist: Die vollständige Angebotsvorbereitung, Preismodellierung, klinische Dokumentation und flämische Übersetzung müssen bis zum 21. April 2026 (32 Tage nach Veröffentlichung am 20. März) abgeschlossen sein.
    • Vorbereitung der Qualitätskriterien: Berücksichtigen Sie neben dem Preis auch andere Bewertungskriterien wie klinische Leistungsdaten, Nachweise zur Patientennutzbarkeit, Integrationsmöglichkeiten, Schulungsprogramme und den Umfang des technischen Supports.
    • Verhandlungsbereitschaft: Bereiten Sie sich auf den nach der Einreichung üblichen Dialog vor, der bei Verhandlungsverfahren üblich ist und in dem die KU Leuven möglicherweise um Klärung der RIZIV-Ausrichtung, der technischen Spezifikationen oder der kommerziellen Bedingungen bittet.

    Fazit

    Dieser 120 Millionen Euro schwere Rahmenvertrag für Diabetesmaterialien unterstreicht das strategische Engagement der KU Leuven für fortschrittliche Technologien in der Diabetesversorgung innerhalb des führenden akademischen medizinischen Netzwerks Belgiens. Er bietet die nötige Größe und Struktur, um Europas führende Hersteller von Insulinverabreichungs- und Glukoseüberwachungssystemen anzuziehen und gleichzeitig die therapeutische Freiheit und die Innovationskraft im klinischen Bereich zu erhalten.

    Die Wettbewerbslandschaft der Ausschreibung, die Struktur mit mehreren Losen und die Erstattungsanforderungen von RIZIV begünstigen etablierte Medizinprodukteunternehmen mit belgischen Zulassungen und flämischsprachigen Supportkapazitäten, während das Verhandlungsverfahren und die Innovationsbestimmungen spezialisierten Anbietern und bahnbrechenden Technologien den Zugang zum Rahmenwerk während seiner vierjährigen Laufzeit ermöglichen.

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    KU Leuven startet öffentliche Ausschreibung – Rahmenvertrag über 120 Millionen Euro für Diabetes-Materialien