Gemeente Brasschaat führt Straßeninstandhaltungsrahmen im Wert von 2,38 Millionen Euro ein

Gliederung

    Gemeente Brasschaat startet Straßeninstandhaltungsrahmen im Wert von 2,38 Millionen Euro

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    Ein 47-monatiger Rahmenvertrag für die allgemeine Instandhaltung von Gehwegen in der gesamten Gemeinde Antwerpen beinhaltet ein reserviertes Grundstück für Werkstätten zur sozialen Beschäftigung und signalisiert damit das Engagement von Brasschaat für eine zugängliche öffentliche Beschaffung.

    Die Gemeinde Brasschaat hat eine öffentliche Ausschreibung im Wert von 2,38 Millionen Euro für allgemeine Straßeninstandhaltungsleistungen im gesamten Gemeindegebiet bis zum Jahr 2030 veröffentlicht. Die Rahmenvereinbarung mit einer Laufzeit von 47 Monaten ist in zwei separate Lose unterteilt: ein Los im Wert von 2,05 Millionen Euro für den Hauptauftragnehmer und ein Los im Wert von 331.000 Euro, das ausschließlich für Werkstätten zur sozialen Beschäftigung reserviert ist.

    Diese Beschaffungsstruktur verdeutlicht Brasschaats zwei Ziele: die Sicherstellung einer zuverlässigen Instandhaltung der Infrastruktur und die Erfüllung der Verpflichtungen im Bereich der sozialen Beschaffung gemäß belgischem Recht. Das reservierte Los unterliegt Artikel 22 des belgischen Gesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen vom 15. Juni 2006, der die Teilnahme auf registrierte Sozialwerkstätten beschränkt, die benachteiligte Arbeitnehmer in den Arbeitsmarkt integrieren.

    Mit einer Angebotsfrist bis zum 5. Mai 2026 und gleichzeitiger Angebotsöffnung haben Bauunternehmen 35 Tage Zeit, um ihre Angebote für dieses Standardportfolio im Bereich der kommunalen Straßeninstandhaltung vorzubereiten. Die ausschließliche Kostenvergütung und die Anforderung flämischer Sprachkenntnisse positionieren diese Ausschreibung klar im regionalen Baumarkt und begünstigen lokale Unternehmen mit etablierten Straßeninstandhaltungsbetrieben.

    Überblick über die Möglichkeiten

    Auftraggeber: Gemeente Brasschaat
    Referenznummer: PPP0AA-2856/6102/2025-311
    Ausschreibungstitel: Raamcontract – algemeen onderhoud verhardingen 2026 – 2030 (Rahmenvereinbarung – Allgemeine Straßeninstandhaltung 2026–2030)
    Arbeitsumfang:

    • Allgemeine Instandhaltung von gepflasterten Flächen in der gesamten Gemeente Brasschaat
    • Reparatur und Sanierung von Straßenoberflächen
    • Fahrbahnerhaltung im gesamten städtischen Straßennetz
    • Rahmenstruktur, die Abrufverträge für spezifische Wartungsaufgaben ermöglicht

    Grundstücksstruktur:

    Los 1: Rahmenvertrag für Generalunternehmer – Straßeninstandhaltung 2026-2030

    • Geltungsbereich: Allgemeine Straßenwartung innerhalb der Gemeente Brasschaat
    • Wert: 2.049.610,00 €
    • Standort: Arr. Antwerpen
    • Vergabekriterium: Kosten

    Los 2: Rahmenprogramm für Workshops zur sozialen Beschäftigung – Straßeninstandhaltung 2026-2030 (Reserviert)

    • Gegenstand: Allgemeine Instandhaltung der Gehwege innerhalb der Gemeinde Brasschaat, die gemäß Artikel 22 §1 des Gesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen vom 15. Juni 2006 für Werkstätten der sozialen Beschäftigung reserviert sind.
    • Wert: 330.600,00 €
    • Standort: Arr. Antwerpen
    • Vergabekriterium: Kosten

    Standort: Gemeente Brasschaat, Arrondissement Antwerpen, Belgien
    Geschätzter Gesamtwert: €2,380,210.00
    Vertragsdauer: 47 Monate
    Verfahrensart: Offen
    Vergabekriterien: Kosten nur
    Wichtige Termine:

    • Veröffentlichungsdatum: 31. März 2026
    • Einsendeschluss: 5. Mai 2026
    • Angebotsöffnungstermin: 5. Mai 2026

    Sprachliche Anforderungen: nur Flämisch
    EU-Förderung: NEIN
    Finanzielle Garantien: Eine Vertragserfüllungsgarantie ist zum 31.1.3.T des geschätzten Grundstückswerts (ohne MwSt.), aufgerundet auf den nächsten Zehner, erforderlich.
    Kontaktdaten:

    Einreichungsportal:
    https://www.publicprocurement.be

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    Behördenprofil und Beschaffungshistorie

    Die Gemeinde Brasschaat fungiert als regionale Behörde im Arrondissement Antwerpen und ist für die kommunale Selbstverwaltung zuständig, darunter Infrastrukturinstandhaltung, Stadtplanung und öffentliche Dienstleistungen. Als belgische Gemeinde verfügt Brasschaat über eine eigenständige Beschaffungsbefugnis für lokale Infrastrukturprojekte, hält sich dabei aber an die bundesweiten Vergabevorschriften.

    Die geografische Lage der Gemeinde in der Region Antwerpen ordnet sie Flandern, der niederländischsprachigen Nordregion Belgiens, zu, was die ausschließliche Veröffentlichung von Angeboten in Flämisch erklärt. Diese sprachliche Vorgabe beschränkt den Wettbewerb auf Auftragnehmer, die innerhalb flämischer Verwaltungsstrukturen tätig sind oder über nachgewiesene Flämischkenntnisse verfügen.

    Die Beschaffungsdaten von Hermix offenbaren die Vertragsaktivitätsmuster von Brasschaat:

    Gesamtauftragsvergabe: 146 Verträge im Wert von 14 Millionen Euro
    Aktive Ausschreibungspipeline: 4 offene Ausschreibungen
    Erneuerungsprognose: 61 Verträge im Wert von 12 Millionen Euro sollen verlängert werden
    Ähnliche Auftragsvergaben: 55 Straßeninstandhaltungsverträge mit einem Gesamtvolumen von 5,2 Millionen Euro
    Ähnliche Verlängerungen: 17 Straßeninstandhaltungserneuerungen im Wert von 992.000 €

    Andere Käufer mit ähnlichen Projekten: 7.800 belgische Behörden haben vergleichbare Straßeninstandhaltungsleistungen in Auftrag gegeben, die einem Gesamtauftragswert von 3,4 Milliarden Euro entsprechen.

    Die Beschaffungshistorie belegt, dass Brasschaat systematische Straßeninstandhaltungsprogramme mit festgelegten Erneuerungszyklen betreibt. Der Rahmenvertrag über 2,38 Millionen Euro stellt eine deutliche Steigerung gegenüber dem historischen Durchschnitt der Behörde für vergleichbare Aufträge dar (5,2 Millionen Euro verteilt auf 55 Aufträge, was etwa 95.000 Euro pro Auftrag entspricht). Dies deutet entweder auf eine Zusammenlegung von Aufträgen, eine verlängerte Laufzeit oder einen erweiterten Leistungsumfang im Vergleich zu früheren Beschaffungsmustern hin.

    Die Vertragslaufzeit von 47 Monaten orientiert sich an den mehrjährigen Haushaltszyklen der Gemeinde und bietet den Auftragnehmern ausreichend Zeit, um Investitionen in Ausrüstung zu amortisieren, betriebliche Effizienzsteigerungen zu erzielen und sich fundierte Kenntnisse über das Straßennetz von Brasschaat anzueignen. Rahmenverträge dieser Laufzeit beinhalten typischerweise jährliche Abrufpläne, die auf die saisonalen Bauphasen und die kommunale Investitionsplanung abgestimmt sind.

    Brasschaats Entscheidung, die Beschaffung mit einem reservierten Los für soziale Beschäftigung zu strukturieren, spiegelt die umfassenderen Prioritäten der belgischen öffentlichen Politik im Bereich der inklusiven Beschaffung wider. Die Zuweisung von 331.000 € entspricht etwa 141 TP3T des gesamten Rahmenvertragswerts und signalisiert ein deutliches Engagement, das über die bloße Einhaltung der Gesetzgebung zur sozialen Beschaffung hinausgeht.

    Wettbewerbsumfeld und Marktposition

    Die Gewinner ähnlicher Aufträge aus den Hermix-Daten zeigen eine fragmentierte Lieferantenbasis ohne einen einzigen dominanten Auftragnehmer:

    1. BOUWWERKEN DE RUYCK
      • Gesamtauftragswert: 2,3 Millionen Euro
      • Anzahl der Verträge: 3
      • Durchschnittlicher Vertragswert: 776.000 €
    2. FTJ VAN DER LINDEN
      • Gesamtauftragswert: 277.000 €
      • Anzahl der Verträge: 2
      • Durchschnittlicher Vertragswert: 138.000 €
    3. VAN CAUTER MULTITECHNIEKEN
      • Gesamtauftragswert: 178.000 €
      • Anzahl der Verträge: 2
      • Durchschnittlicher Vertragswert: 89.000 €
    4. BASALT
      • Gesamtauftragswert: 174.000 €
      • Anzahl der Verträge: 6
      • Durchschnittlicher Vertragswert: 29.000 €
    5. BERGEN BD
      • Gesamtauftragswert: 145.000 €
      • Anzahl der Verträge: 2
      • Durchschnittlicher Vertragswert: 73.000 €
    6. LACKIERUNGEN INDUSTRIEBESCHICHTUNGEN
      • Gesamtauftragswert: 114.000 €
      • Anzahl der Verträge: 2
      • Durchschnittlicher Vertragswert: 57.000 €
    7. VAN OPSTAL KLIMAAT ENERGIE
      • Gesamtauftragswert: 72.000 €
      • Anzahl der Verträge: 2
      • Durchschnittlicher Vertragswert: 36.000 €
    8. RESITEC
      • Gesamtauftragswert: 68.000 €
      • Anzahl der Verträge: 2
      • Durchschnittlicher Vertragswert: 34.000 €
    9. STEENHOUWERIJ DENISSE
      • Gesamtauftragswert: 64.000 €
      • Anzahl der Verträge: 4
      • Durchschnittlicher Auftragswert: 16.000 €
    10. KRINKELS
      • Gesamtauftragswert: 59.000 €
      • Anzahl der Verträge: 2
      • Durchschnittlicher Vertragswert: 29.000 €

    Die Marktkonzentrationsanalyse zeigt, dass BOUWWERKEN DE RUYCK mit 2,3 Millionen Euro aus drei Verträgen den größten Anteil hält, was einem Gesamtvolumen vergleichbarer Verträge von 441.030.000 Euro entspricht. Die durchschnittliche Vertragsgröße des Unternehmens von 776.000 Euro liegt jedoch deutlich unter dem aktuellen Wert von Los 1 in Höhe von 2,05 Millionen Euro. Dies deutet darauf hin, dass dieser Rahmen entweder mehrere frühere Aufträge zusammenfasst oder eine Erweiterung des Umfangs über die bisherigen Muster hinaus darstellt.

    Die Wettbewerbslandschaft ist stark fragmentiert: Zehn Auftragnehmer halten messbare Marktanteile, aber kein einzelner dominanter Akteur kontrolliert die Beschaffung. Dieses Verteilungsmuster deutet darauf hin, dass Brasschaat Wartungsaufträge in der Vergangenheit an mehrere Firmen vergeben hat, anstatt die Arbeiten auf einen einzigen bevorzugten Auftragnehmer zu konzentrieren. Das transparente Verfahren dieses Rahmenvertrags lässt auf die Fortsetzung wettbewerbsorientierter Beschaffungspraktiken schließen und spricht gegen die Bevorzugung etablierter Unternehmen.

    Die Analyse der Auftragshäufigkeit im Verhältnis zum Auftragswert offenbart interessante Muster. BASALT sicherte sich sechs Aufträge mit einem durchschnittlichen Auftragswert von nur 29.000 €, was auf eine Spezialisierung auf kleinere Reparaturarbeiten oder ergänzende Dienstleistungen hindeutet. BOUWWERKEN DE RUYCK hingegen gewann drei Aufträge mit einem durchschnittlichen Wert von 776.000 €, was auf Kompetenz bei größeren Sanierungsprojekten schließen lässt. Der aktuelle Rahmenvertrag mit einem Gesamtwert von 2,38 Millionen € und einer Laufzeit von 47 Monaten begünstigt Auftragnehmer, die ihre Fähigkeit zu einem nachhaltigen Betrieb nachweisen können, anstatt sich auf projektbezogene Aufträge zu konzentrieren.

    Die geografische Verteilung der Auftragnehmer zeigt, dass ausschließlich belgische Anbieter beauftragt wurden. Alle 51 Aufträge gingen an belgische Unternehmen und hatten einen durchschnittlichen Auftragswert von 103.000 €. Diese hohe Marktdurchdringung im Rahmen des 100%-Programms spiegelt sowohl sprachliche Anforderungen (ausschließlich flämische Angebote) als auch die lokale Natur der kommunalen Straßeninstandhaltung wider. Hierbei verschaffen die Nähe zu den Baustellen, die Kenntnis regionaler Materialspezifikationen und etablierte Beziehungen zu lokalen Asphaltlieferanten regionalen Auftragnehmern Wettbewerbsvorteile.

    Die Präsenz spezialisierter Firmen wie STEENHOUWERIJ DENISSE (Steinmetzbetrieb), PAINTINGS INDUSTRIAL COATINGS (Oberflächenbehandlung) und VAN OPSTAL KLIMAAT ENERGIE (Klima- und Energiedienstleistungen) unter den führenden Auftragnehmern deutet darauf hin, dass Brasschaats frühere Aufträge neben Standard-Asphaltreparaturen auch vielfältige Instandhaltungsarbeiten umfassten. Diese Vielfalt lässt vermuten, dass der aktuelle Rahmen umfassende Kompetenzen für verschiedene Straßenoberflächen und Instandhaltungsdisziplinen erfordert.

    Kommerzielle und verfahrenstechnische Signale

    Vergabekriterien und Bewertungsansatz

    Die Ausschreibung legt die Kosten als einziges Zuschlagskriterium fest und schließt Qualität, technische Methodik und ökologische Nachhaltigkeitsfaktoren von der formalen Bewertung aus. Dieser preisorientierte Ansatz stuft die Beschaffung als Dienstleistungserwerb ein, bei dem Brasschaat die technischen Anforderungen im Vorfeld durch Spezifikationen definiert und die Auftragnehmer ausschließlich über die kommerziellen Bedingungen konkurrieren.

    Eine rein kostenbasierte Bewertung ermöglicht zwar einen transparenten Angebotsvergleich, nimmt Auftragnehmern aber die Möglichkeit, sich durch Servicequalität, innovative Wartungstechniken oder verbesserte Materialleistung zu differenzieren. Erfolgreiche Angebote hängen ausschließlich von einer präzisen Kostenkalkulation, einer effizienten Ressourcenplanung und wettbewerbsfähigen Preisen ohne zusätzliche Serviceleistungen ab.

    Die Rahmenvereinbarung mit einer Laufzeit von 47 Monaten führt zu komplexeren Preisgestaltungen. Auftragnehmer müssen Materialkosten, Lohnsätze und Gemeinkosten über fast vier Jahre hinweg prognostizieren und dabei potenzielle Inflation, Kraftstoffpreisschwankungen und Lohnsteigerungen berücksichtigen. Erfolgreiche Angebote berücksichtigen bei der Auswahl eines wettbewerbsfähigen Anfangspreises integrierte Preisanpassungsmechanismen oder konservative Risikovorsorge, um die Gewinnmargen der Auftragnehmer während der verlängerten Vertragslaufzeit zu schützen.

    Auswirkungen des Verfahrenstyps

    Das offene Verfahren ermöglicht allen qualifizierten Bietern, die die technischen und finanziellen Anforderungen von Brasschaat erfüllen, uneingeschränkten Marktzugang. Diese Verfahrenswahl unterstreicht das Vertrauen der Gemeinde in die von vornherein klar definierten Spezifikationen und Bewertungskriterien und vermeidet so die Komplexität und den Zeitaufwand, die mit Verhandlungs- oder Wettbewerbsverfahren verbunden sind.

    Offene Verfahren schränken die Möglichkeiten zur Klärung nach Einreichung der Angebote im Vergleich zu Verhandlungsverfahren ein. Bieter müssen sicherstellen, dass ihre ersten Angebote alle technischen Anforderungen, Stückpreisstrukturen und administrativen Unterlagen umfassend abdecken, ohne mit weiteren Überarbeitungsrunden zu rechnen. Die für den 5. Mai 2026 angesetzte Angebotsöffnung, die gleichzeitig mit dem Einreichungstermin stattfindet, schließt Pufferzeiten für verspätete Klärungen oder Korrekturen der Angebote aus.

    Sprachliche Beschränkungen und Marktzugang

    Die ausschließliche Einreichung in flämischer Sprache stellt eine erhebliche Marktzugangsbarriere für nicht-flämische Auftragnehmer dar und beschränkt den Wettbewerb faktisch auf Unternehmen, die innerhalb des flämischen Verwaltungs- und Sprachrahmens tätig sind. Diese Vorgabe geht über die einfache Übersetzung hinaus und umfasst Konformitätsdokumentation, technische Spezifikationen und die laufende Vertragsverwaltung, die ausschließlich in Niederländisch erfolgen.

    Die Anforderungen an die flämischen Sprachkenntnisse begünstigen regionale Auftragnehmer aus dem Raum Antwerpen mit nachgewiesener Erfahrung im kommunalen Beschaffungswesen gegenüber internationalen Firmen oder sogar Auftragnehmern aus der französischsprachigen Wallonie. Dies führt praktisch dazu, dass sich der Wettbewerb auf lokale und regionale belgische Unternehmen mit bestehender operativer Kapazität in Flandern beschränkt.

    Losstruktur und Strategie der sozialen Beschaffung

    Die Zweiteilung in Lose trennt die regulären Auftragnehmer (Los 1) von den Werkstätten für soziale Beschäftigung (Los 2) und verhindert so einen direkten Wettbewerb zwischen kommerziellen Unternehmen und Sozialunternehmen mit unterschiedlichen Kostenstrukturen und operativen Zielen. Diese Trennung schützt die sozialpolitischen Ziele des reservierten Loses und erhält gleichzeitig die Wettbewerbsdynamik innerhalb des Hauptauftragnehmerloses aufrecht.

    Der Wert von Los 2 in Höhe von 331.000 € entspricht etwa 141 TP3T des gesamten Rahmenbudgets und zeugt von einem substanziellen, nicht nur symbolischen Engagement im Bereich der sozialen Beschaffung. Soziale Werkstätten, die sich um dieses Los bewerben, unterliegen Artikel 22 § 1 des belgischen Gesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen von 2006 und müssen daher als Organisationen, die benachteiligte Arbeitnehmer integrieren, rechtlich anerkannt sein. Standardauftragnehmer können sich unabhängig von wettbewerbsfähigen Preisen nicht um Los 2 bewerben, wodurch es sich um ein eigenständiges Marktsegment handelt.

    Die Aufteilung der Aufträge ermöglicht es Brasschaat, wirtschaftliche Effizienz (Los 1) und soziale Ziele (Los 2) gleichzeitig zu verfolgen, ohne eines der beiden Ziele zu gefährden. Auftragnehmer sollten beachten, dass sie nur dann Angebote für beide Lose abgeben können, wenn sie die rechtlichen Anforderungen des Sozialworkshops für Los 2 erfüllen; andernfalls müssen sich die Angebote ausschließlich auf Los 1 beziehen.

    Finanzgarantien und Risikoverteilung

    Die geforderte Vertragserfüllungsbürgschaft in Höhe von 31 TP3T des geschätzten Grundstückswerts (ohne MwSt.), gerundet auf die nächste Zehnerstelle, entspricht etwa 61.500 € für Grundstück 1 und 9.900 € für Grundstück 2. Diese Garantien schützen Brasschaat vor Zahlungsausfällen oder Leistungsmängeln des Auftragnehmers und sind im Vergleich zu den Branchenstandards im Baugewerbe, die bei Neubauprojekten oft zwischen 5 und 101 TP3T liegen, moderat.

    Der vergleichsweise niedrige Garantieanteil deutet darauf hin, dass Brasschaat Rahmenverträge für die Straßeninstandhaltung im Vergleich zu größeren Bauvorhaben als risikoärmere Beschaffungsarten einstuft. Auftragnehmer sollten die Garantiekosten dennoch in ihre Preisgestaltung einbeziehen und dabei berücksichtigen, dass die finanzielle Verpflichtung für etablierte Unternehmen einen überschaubaren Bedarf an Betriebskapital darstellt.

    Vertragsdauer und Mobilisierungszeitplan

    Die 47-monatige Rahmenvertragslaufzeit bietet Auftragnehmern Stabilität, um Investitionen in Ausrüstung zu amortisieren, betriebliche Effizienzsteigerungen zu erzielen und detaillierte Kenntnisse über den Zustand des Straßennetzes und die Prioritätsbereiche in Brasschaat zu erwerben. Dieser Zeitraum geht von einem Vertragsbeginn Mitte 2026 und einer Laufzeit bis 2030 aus und entspricht damit den üblichen Planungszeiträumen für kommunale Infrastrukturprojekte.

    Rahmenverträge erfordern in der Regel eine sofortige Mobilisierungsfähigkeit nach Auftragserteilung, wobei erste Abrufverträge innerhalb von Wochen statt Monaten abgeschlossen werden. Auftragnehmer sollten nachweisen, dass sie uneingeschränkten Zugriff auf Straßenbaumaschinen, Materiallieferketten und qualifizierte Teams haben, die in der Lage sind, Instandhaltungsarbeiten ohne längere Vorbereitungszeiten aufzunehmen.

    Einreichungsfristen und Wettbewerbsintensität

    Die Veröffentlichung am 31. März 2026 mit der Angebotsfrist am 5. Mai 2026 sieht 35 Kalendertage für die Angebotsvorbereitung vor. Dieser kurze Zeitplan setzt voraus, dass Auftragnehmer über vorqualifizierte Unterlagen, standardisierte Einheitspreismodelle und technische Spezifikationen verfügen, die an die Anforderungen von Brasschaat angepasst werden können. Der Zeitplan begünstigt Unternehmen mit kürzlich eingereichten ähnlichen Rahmenverträgen gegenüber solchen, die umfangreiche Dokumente von Grund auf neu erstellen müssen.

    Die für den Einreichungsschluss (5. Mai 2026) geplante Angebotsöffnung deutet auf einen sofortigen Beginn der Auswertung hin. Dies lässt vermuten, dass Brasschaat die Auftragsvergabe innerhalb der üblichen belgischen Vergabefristen von 60 bis 90 Tagen nach Fristablauf anstrebt. Dieser Zeitplan deutet auf einen Vertragsbeginn im Sommer 2026 hin, was mit der Hauptbausaison in Belgien zusammenfällt.

    Strategischer Kontext und Marktdynamik

    Brasschaats Rahmenkonzept für die Straßeninstandhaltung entsteht im Kontext breiterer Trends bei der Beschaffung kommunaler Infrastruktur in Belgien, wo die Behörden zunehmend zahlreiche kleine Verträge zu umfassenden Rahmenverträgen zusammenfassen, um die betriebliche Effizienz mit den sozialen Beschaffungsverpflichtungen in Einklang zu bringen.

    Die Wettbewerbslandschaft offenbart einen fragmentierten Markt, in dem BOUWWERKEN DE RUYCK mit 2,3 Millionen Euro aus drei Verträgen zwar den größten Einzelanteil darstellt, aber dennoch unter dem aktuellen Wert von Los 1 in Höhe von 2,05 Millionen Euro liegt. Diese Differenz lässt vermuten, dass der aktuelle Rahmen entweder zuvor getrennte Aufträge zusammenfasst oder den Umfang über die bisherigen Muster hinaus erweitert. Beide Interpretationen signalisieren Brasschaats Absicht, das Auftragnehmermanagement durch größere, längerfristige Projekte zu optimieren, anstatt zahlreiche kleine Verträge zu verwalten.

    Die Beteiligung spezialisierter Auftragnehmer wie STEENHOUWERIJ DENISSE (Maurerarbeiten), PAINTINGS INDUSTRIAL COATINGS (Oberflächenbehandlungen) und VAN OPSTAL KLIMAAT ENERGIE (Klimatechnik) unter den bisherigen Gewinnern zeigt, dass der Instandhaltungsbedarf von Brasschaat über Standard-Asphaltreparaturen hinausgeht. Erfolgreiche Bieter müssen umfassende Kompetenzen in Bezug auf verschiedene Fahrbahnbeläge, spezielle Oberflächenbehandlungen und Nebenarbeiten nachweisen, die laut bisherigen Vergabepraktiken zum allgemeinen Instandhaltungsumfang gehören.

    Die Marktdurchdringung des belgischen Auftragnehmers gemäß 100% spiegelt sprachliche und geografische Barrieren wider, die regionale Unternehmen begünstigen. Die ausschließliche Einreichung flämischer Angebote schließt nicht-niederländischsprachige Auftragnehmer aus, während die lokale Natur der Straßeninstandhaltungsarbeiten Wettbewerbsvorteile für Unternehmen im Raum Antwerpen schafft, die über nahegelegene Gerätelager, etablierte Materiallieferanten und Kenntnisse der lokalen Spezifikationen und behördlichen Vorgaben verfügen.

    Das reservierte Los für soziale Beschäftigung ist mehr als nur eine Formalität. Mit 331.000 € (141.000 TP3T des Gesamtbudgets) beweist Los 2 ein substanzielles Engagement für inklusive Beschaffung. Soziale Werkstätten arbeiten nach einer anderen wirtschaftlichen Logik als kommerzielle Auftragnehmer und integrieren Kosten für Schulung, Betreuung und soziale Unterstützung in ihre Betriebsmodelle. Die Struktur des reservierten Loses trägt dieser Dynamik Rechnung, indem sie einen direkten Preiswettbewerb zwischen Sozialunternehmen und kommerziellen Firmen mit grundlegend unterschiedlichen Kostenstrukturen verhindert.

    Hermix-Nutzer, die diese Ausschreibung analysieren, erhalten sofortigen Zugriff auf detaillierte Auftragnehmerprofile, Ausgabenmuster der Behörde und die gesamte Vertragslaufzeit. Die Vergleichsfunktion der Plattform zeigt, dass BASALT sechs Aufträge mit einem Durchschnittsvolumen von jeweils nur 29.000 € erhalten hat, während BOUWWERKEN DE RUYCK drei Aufträge mit einem Durchschnittsvolumen von 776.000 € gewonnen hat. Dies verdeutlicht den Unterschied zwischen kleinen Reparaturspezialisten und umfassenden Wartungsunternehmen. Diese Erkenntnis hilft Bietern, ihre Angebote entsprechend ihrer Betriebsgröße und ihren Kapazitäten zu positionieren.

    Das ausschließliche Kostenkriterium bei der Auftragsvergabe schließt qualitätsbasierte Differenzierung aus und reduziert die Bewertung auf einen reinen Preiswettbewerb. Diese Dynamik begünstigt etablierte regionale Auftragnehmer mit effizienten Abläufen gegenüber Premium-Dienstleistern oder Unternehmen, die innovative Wartungstechnologien zu höheren Anfangskosten anbieten. Die erfolgreichen Angebote müssen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen aggressiver Preisgestaltung und nachhaltigen Margen über 47 Monate hinweg gewährleisten, in denen Inflation und potenzielle Materialkostenschwankungen berücksichtigt werden.

    Brasschaats Prognose für Vertragsverlängerungen mit 61 Verträgen im Wert von 12 Millionen Euro belegt die systematische Infrastrukturbeschaffung, die über diesen einzelnen Rahmenvertrag hinausgeht. Auftragnehmer, die diesen Auftrag zur Straßeninstandhaltung erhalten, gewinnen Einblicke in angrenzende Geschäftsmöglichkeiten, Vorteile bei der Kontinuität bestehender Beziehungen und Referenzprojekte, die für die Verfolgung ähnlicher Rahmenverträge in Flandern und dem gesamten belgischen Kommunalmarkt von Bedeutung sind.

    Praktische Hinweise für Bieter

    Für wen diese Einladung geeignet ist:

    • Straßenbau- und Instandhaltungsunternehmen mit etablierter flämischer Sprachkompetenz, regionaler Präsenz in Antwerpen und nachgewiesener Erfahrung in kommunalen Straßeninstandhaltungsrahmen.
    • Firmen, die in der Lage sind, umfassende Straßenoberflächeninstandhaltung durchzuführen, einschließlich Asphaltreparaturen, spezieller Oberflächenbehandlungen, Maurerarbeiten und damit verbundener Tiefbauarbeiten, basierend auf historischen Auftragnehmerprofilen.
    • Auftragnehmer mit der finanziellen Fähigkeit, Ausrüstung, Material und Arbeitskräfte im Wert von über 2 Millionen Euro über einen Zeitraum von 47 Monaten zu mobilisieren und gleichzeitig den Betriebsmittelbedarf einschließlich Leistungsgarantien in Höhe von 61.500 Euro zu decken.
    • Soziale Beschäftigungswerkstätten, die gemäß Artikel 22 §1 des belgischen Vergabegesetzes rechtlich anerkannt sind, können sich um das reservierte Los 2 bewerben und erhalten damit eine besondere Chance für Organisationen, die benachteiligte Arbeitnehmer in das Baugewerbe integrieren.

    Wichtige Hinweise:

    • Flämische Sprachvoraussetzung: Sämtliche Einreichungsunterlagen, technischen Spezifikationen, die Projektmanagementkommunikation und die laufende Vertragsverwaltung müssen ausschließlich in Flämisch erfolgen. Auftragnehmer ohne Niederländischkenntnisse werden daher unabhängig von ihrer technischen Kompetenz ausgeschlossen.
    • Preiskriterium: Die Bewertung konzentriert sich ausschließlich auf den Preis und schließt somit Differenzierungsmöglichkeiten durch Qualitätszusagen, innovative Methoden oder verbesserte Materialien aus; der Zuschlag hängt allein von einer aggressiven, aber dennoch nachhaltigen Preisgestaltung pro Einheit ab, die die Inflation über 47 Monate berücksichtigt.
    • Vertragserfüllungsbürgschaftsanforderung: Die 3%-Garantie entspricht etwa 61.500 € für Los 1 und 9.900 € für Los 2, gerundet auf die nächste Zehnerstelle; Auftragnehmer müssen vor Vertragsbeginn Bürgschaften oder Bankgarantien beibringen, was eine vorherige Abstimmung mit Finanzinstituten erfordert.
    • Auswirkungen der Rahmenstruktur: Die Vereinbarung legt Einheitspreise für Abrufverträge anstelle garantierter Arbeitsvolumina fest; Auftragnehmer müssen wettbewerbsfähige Preise anbieten und gleichzeitig Volumenunsicherheiten und saisonale Schwankungen während des 47-monatigen Zeitraums akzeptieren.
    • Umfassende Leistungsanforderungen: Die historische Vielfalt der Auftragnehmer (Maurerarbeiten, Beschichtungen, Klimadienstleistungen unter den früheren Gewinnern) deutet darauf hin, dass der Leistungsumfang über Standard-Asphaltreparaturen hinausgeht und Spezialbehandlungen, verschiedene Oberflächenarten sowie ergänzende Tiefbauarbeiten umfasst, die eine breite technische Kompetenz erfordern.
    • Einreichungsfrist: 35 Tage (Frist: 5. Mai 2026). Diese Frist lässt nur wenig Zeit für Standortuntersuchungen, Verkehrsgutachten oder detaillierte technische Analysen. Bevorzugt werden Auftragnehmer mit Erfahrung im kommunalen Rahmen und sofort einsetzbaren Preismodellen.
    • Angebotsöffnung am selben Tag: Die für den Einreichungstermin angesetzte Öffnung am 5. Mai 2026 beseitigt Pufferzeiten für verspätete Korrekturen oder Klarstellungen; Auftragnehmer müssen sicherstellen, dass die Dokumentation bei der ersten Einreichung vollständig und konform ist.
    • Berechtigung für reservierte Parzellen: Der Zugang zu Parzelle 2 ist auf soziale Werkstätten beschränkt, die die gesetzlichen Anforderungen von Artikel 22 §1 erfüllen; gewerbliche Bauunternehmer können unabhängig von der Preiswettbewerbsfähigkeit nicht auf diese Parzelle bieten, wodurch es sich um ein rechtlich abgegrenztes Marktsegment handelt.
    • Regionale Marktdynamik: Die Beteiligung belgischer Auftragnehmer an historischen Aufträgen (100%) spiegelt Wettbewerbsvorteile flämischer Regionalunternehmen wider; internationale Bieter sehen sich trotz des offenen Verfahrenszugangs mit sprachlichen Barrieren, ungewohnten Spezifikationen und geografischen Nachteilen konfrontiert.
    • Erwartungen an die sofortige Mobilisierung: Rahmenverträge erfordern in der Regel die operative Einsatzbereitschaft innerhalb weniger Wochen nach Auftragserteilung; Auftragnehmer sollten nachweisen, dass sie uneingeschränkten Zugang zu Straßenbaumaschinen, Materiallieferanten im Raum Antwerpen und qualifizierten Teams haben, die ohne längere Vorbereitungszeiten schnell einsatzbereit sind.

    Der Rahmenvertrag für die Straßeninstandhaltung in Brasschaat stellt ein bedeutendes kommunales Infrastrukturprojekt dar, das betriebliche Effizienzziele mit der Umsetzung einer sozialverträglichen Beschaffungspolitik verbindet. Das Budget von 2,38 Millionen Euro und die Laufzeit von 47 Monaten bieten den Auftragnehmern eine stabile Einnahmequelle, während das Beschaffungsportfolio der Gemeinde in Höhe von insgesamt 14 Millionen Euro die kontinuierliche Investitionsfähigkeit in angrenzenden Infrastrukturbereichen belegt.

    Die Wettbewerbsanalyse zeigt einen fragmentierten Markt, in dem BOUWWERKEN DE RUYCK mit einem historischen Marktanteil von 2,3 Millionen Euro zwar führend ist, aber nicht den Markt dominiert. Dies deutet auf echte Wettbewerbschancen für qualifizierte Bieter hin. Das ausschließliche Kostenkriterium für die Auftragsvergabe schließt Qualitätsdifferenzierung aus und macht diese Beschaffung zu einem reinen Preiswettbewerb, bei dem operative Effizienz und eine präzise Kostenkalkulation über den Erfolg entscheiden.

    Das reservierte Kontingent für soziale Beschäftigung unterstreicht Brasschaats Engagement für eine inklusive Beschaffung, das über die bloße Erfüllung formaler Vorgaben hinausgeht. 141 TP3T des Rahmenvertragsvolumens werden Organisationen zugewiesen, die benachteiligte Arbeitnehmer integrieren. Diese duale Kontingentstruktur bringt wirtschaftliche Effizienz mit sozialpolitischen Zielen in Einklang und schafft so unterschiedliche Marktchancen sowohl für etablierte Auftragnehmer als auch für spezialisierte soziale Werkstätten.

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    Gemeente Brasschaat startet Straßeninstandhaltungsrahmen im Wert von 2,38 Millionen Euro